Zum Inhalt springen
Phidippus regius – die Königs-Springspinne
Phidippus regius – die Königs-SpringspinnePhidippus regius – die Königs-Springspinne
Artenporträt

Phidippus regius – die Königs-Springspinne

Die größte Springspinne Nordamerikas, tagaktiv, neugierig und die mit Abstand beliebteste Art in der Heimhaltung. Hier findest du alles zur Art: Farbformen, Größen, Lebensweise, Haltung – und welche Tiere wir aus eigener Nachzucht abgeben.

ab 39,00 €inkl. MwSt., zzgl. 6,19 € Versand (Okt.–März +2 € Wärmepack); Versand lebender Tiere nur montags und dienstags – mit gedruckter Pflege-Anleitung
Tiere aus eigener Nachzucht verfügbar – Versand nur montags und dienstags
Bekannte Farbformen
FarbformHerkunftAussehenBei uns
BahamasBahamas-InselnHell, weiß bis grau-beige gemustertVerfügbar
FloridaFestland FloridaDunkler Grundton, klare weiße ZeichnungZeitweise
EvergladesSüdfloridaWeibchen orange bis rostfarben, Männchen schwarz-weißVerfügbar
SoroaKubaWeibchen häufig orange getöntNein
RastafariJamaikaWeibchen mit rot-orangem HinterleibNein
Nord FloridaNordfloridaDunkel, kräftig gebautNein
Eigene NachzuchtUnsere Tiere stammen aus eigener Zucht, kein Wildfang.
Größe frei wählbarFH1 bis FH6, ab FH5 gezielt Männchen oder Weibchen.
Für Einsteiger geeignetWenig Platzbedarf, Zimmertemperatur, keine Technik nötig.
Hilfe nach dem KaufGedruckte Anleitung im Paket, Ratgeber online, Antwort per E-Mail.
WissenschaftlichPhidippus regius
DeutschKönigs-Springspinne
FamilieSpringspinnen (Salticidae)
Endgröße12–18 mm
Temperatur20–26 °C
TerrariumAb ca. 20 cm Höhe
HaltungEinzeln
SchwierigkeitEinsteiger

Die Art in Kurzform

Phidippus regius gehört zu den Springspinnen und ist die größte Art dieser Familie in Nordamerika. Zu Hause ist sie im Südosten der USA, auf den Bahamas und auf Kuba, wo sie offene, sonnige Lebensräume bewohnt: Wälder, Felder, Zaunpfähle, Häuserwände.

Springspinnen bauen kein Fangnetz. Sie jagen auf Sicht, pirschen sich an und überwinden die letzten Zentimeter mit einem Sprung, gesichert durch einen Sicherheitsfaden. Zwei große Vorderaugen liefern ein erstaunlich scharfes Bild, sechs kleinere übernehmen die Bewegungserkennung rundherum.

Genau das macht sie in der Haltung so besonders: Das Tier nimmt dich wahr, dreht den Kopf, folgt deinem Finger mit den Augen. Wer einmal davor gesessen hat, versteht, warum diese Art so viele Halter gefunden hat.

Farbformen: was dahintersteckt

Im Handel tauchen Namen wie Bahamas, Everglades, Soroa, Rastafari oder Nord Florida auf. Das sind keine Unterarten, sondern Lokalformen – also Tiere, deren Vorfahren aus einer bestimmten Region stammen und die sich im Aussehen unterscheiden.

Weibchen zeigen je nach Form helle, graue, beige oder rot-orange Töne, Männchen sind fast immer kontrastreich schwarz-weiß gezeichnet. In Haltung, Größe und Verhalten unterscheiden sich die Formen nicht; die Wahl ist reine Geschmackssache.

Wir geben derzeit die Formen Bahamas und Everglades ab, zeitweise auch Florida. Die anderen Formen führen wir bewusst nicht – wir züchten lieber wenige Linien sauber, als viele Namen im Angebot zu haben.

Vom Jungtier zum ausgewachsenen Tier

Springspinnen wachsen über Häutungen. Die Größe wird deshalb in Fresshäutungen angegeben, abgekürzt FH. FH1 bedeutet: einmal gehäutet, zwei bis drei Millimeter Körperlänge. Bei FH6 sind es rund neun bis zwölf Millimeter, ausgewachsen werden die Tiere etwa zwölf bis achtzehn Millimeter groß.

Junge Tiere häuten sich alle zwei bis drei Wochen, später werden die Abstände länger. Vor jeder Häutung frisst das Tier tagelang nicht und sitzt in einem dichten Gespinst – das ist normal und kein Grund zur Sorge.

Ab FH5 lässt sich das Geschlecht zuverlässig bestimmen. Weibchen werden größer, kräftiger und leben mit zwei bis drei Jahren deutlich länger als Männchen, die zierlicher bleiben und früher erwachsen werden.

Haltung: das Wichtigste auf einen Blick

Ein Terrarium mit rund 20 cm Höhe genügt, Acryl ist in dieser Größe die bessere Wahl als Glas. Wichtig sind ein sicherer Verschluss und feine Belüftung. Eingerichtet wird mit Bodengrund, einem Kletterast und etwas Moos oder Kork.

Geheizt wird nicht: Zimmertemperatur zwischen 20 und 26 Grad ist richtig, Heizmatten und Wärmelampen schaden mehr, als sie nützen. Einmal täglich wird fein an Scheibe und Deko gesprüht, nie auf das Tier und nie auf sein Nest.

Gefüttert wird je nach Größe alle zwei bis fünf Tage mit Futtertieren, die höchstens halb so groß sind wie die Spinne. Und die wichtigste Regel: Springspinnen werden immer einzeln gehalten – zwei Tiere in einem Terrarium enden damit, dass eines das andere frisst.

Ist die Art geschützt oder meldepflichtig?

Nein. Phidippus regius unterliegt in Deutschland keiner Melde- oder Genehmigungspflicht und fällt nicht unter die Gefahrtierverordnungen einzelner Bundesländer. Du darfst die Art ohne besondere Erlaubnis halten.

Für Menschen ist sie ungefährlich. Springspinnen sind scheu, beißen praktisch nie und ihr Gift ist auf Insekten ausgelegt. Ein Biss wäre bestenfalls mit einem Mückenstich vergleichbar – in der Praxis kommt er kaum vor.

Wildfänge lehnen wir ab. Alle Tiere, die wir abgeben, sind Nachzuchten aus unserer eigenen Haltung und fressen selbstständig, bevor sie ausziehen.

Häufige Fragen zu Phidippus regius

Wie groß wird Phidippus regius?

Ausgewachsene Tiere erreichen etwa 12 bis 18 Millimeter Körperlänge, Weibchen werden größer als Männchen. Mit Beinen wirkt das Tier ungefähr so groß wie eine Zwei-Euro-Münze.

Was ist der Unterschied zwischen den Farbformen?

Nur die Färbung. Bahamas ist hell, Florida dunkler gezeichnet, Everglades-Weibchen tragen orange bis rostfarbene Töne und Rastafari-Weibchen rot-orange. Bei weiteren Häutungen kann sich die Färbung noch verändern – das ist völlig natürlich. Haltung und Verhalten sind identisch.

Wie alt wird eine Königs-Springspinne?

Weibchen erreichen etwa zwei bis drei Jahre, Männchen bleiben deutlich darunter. Je jünger das Tier beim Kauf ist, desto länger begleitet es dich.

Kann man Phidippus regius auf die Hand nehmen?

Nach einer Eingewöhnung von etwa zwei Wochen ist das möglich: im Sitzen über dem Tisch, die Spinne von Hand zu Hand laufen lassen, nie greifen oder festhalten.

An welchen Tagen versendet ihr Springspinnen?

Ausschließlich montags und dienstags. Wegen möglicher DHL-Verzögerungen sollen die Tiere nicht über das Wochenende im Lager oder Paketzentrum bleiben.

Braucht die Art eine Heizung?

Nein. Normale Zimmertemperatur zwischen 20 und 26 Grad genügt. Heizmatten trocknen das Terrarium aus und sind nicht nötig.

Welche Größe eignet sich für Anfänger?

Ein Tier ab FH4. Es frisst bereits größere Futtertiere, ist robuster als ein Spiderling und gut zu beobachten.

Tiere aus eigener Nachzucht

Wir geben Phidippus regius in den Größen FH1 bis FH6 ab, ab FH5 gezielt als Männchen oder Weibchen. Jedem Tier liegt eine gedruckte Pflege-Anleitung für genau seine Größe bei.

Springspinnen kaufen